Almen und Gemeinschaftsweiden

Laut Almstatistik (BMLFUW) waren in Niederösterreich 2014 in Summe 8.382 ha Fläche als Almen und Gemeinschaftsweiden ausgewiesen. 78 Almbewirtschafter beantragten davon 3.852 ha als Almfutterfläche, 39 Bewirtschafter 1.086 ha Futterfläche als Gemeinschaftsweiden. Mehr als 5.500 Großvieheinheiten (GVE) - hauptsächlich Rinder - beweideten diese Flächen.

Privatalmen, Gemeinschaftsalmen und Weidegenossenschaften

Rund 30 % der Almflächen in Niederösterreich sind in Privatbesitz, ca. 18 % sind im Eigentum der Österreichischen Bundesforste, 16 % sind im Besitz von Agrargemeinschaften und knapp 15 % von Genossenschaften. Der Rest ist entweder Gemeinde- oder Kircheneigentum. Ein kleiner Teil von rund 4 % aller Almen wird als Servitutsalmen, über 16 % als Agrargemeinschaften und 14 % als Gemeinschaftsalmen bewirtschaftet. Zwei Drittel der Almen werden als Einzelalmen geführt.

Mit dem EU-Beitritt hat eine Extensivierung in der Almbewirtschaftung eingesetzt. Es begann eine Umwandlung von Kuh- bzw. Sennalmen in reine Jungviehalmen und immer mehr Mutterkuhalmen. Darüber hinaus förderte die notwendige Erschließung der Almen mittels LKW- bzw. traktortauglicher Güterwege die Almbewirtschaftung vom Heimbetrieb aus. So wurde ein Teil der Flächen zum Heimbetrieb hinzugerechnet und die Anzahl der registrierten Almen hat abgenommen. Auf den verbliebenen Almflächen war jedoch ein verstärkter Auftrieb zu bemerken. Erst seit dem Jahr 2010 ist die Tendenz wieder leicht rückläufig.

 

Almgebiete in Niederösterreich

Die wichtigsten Almgebiete der Niederösterreichischen Almregion sind in den östlichen Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen, die Wechsel-/Schneebergregion bis zum Bereich Gippel-Göller im Bezirk Lilienfeld und im Westen in den Bezirken Scheibbs und Waidhofen/Ybbs der Bereich Ötscher-Hochkar-Königsberg. Die Almregion läuft Richtung Norden im Bezirk St. Pölten mit einer Vielzahl von kleineren Almen und Gemeinschaftsweiden aus. Die Betrachtung aus der Vogelperspektive zeigt den besonderen alpinen Charakter und deren Vielfalt, die von den Gästen und Wanderbegeisterten besonders geschätzt wird.

 

Zunehmende Sukzession

Die zunehmende Verwaldung und Verbrachung der Grünland- und Almflächen bedrohen jedoch das intakte Landschaftsbild. Aus diesem Grund haben in Niederösterreich der Verein "Alm- und Weideland Niederösterreich" und die Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde das "Alm- und Weideland-Projekt" ins Leben gerufen. Inhalte dieses Projekts sind unter anderem Maßnahmen zur Wiederherstellung von Weideland auf verbuschten und verwaldeten Flächen, die Trennung von Wald und Weide sowie Almschutzmaßnahmen.

Fachzeitschrift "Der Alm- und Bergbauer"

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